Die Keynote Speaker 2019

Erleben Sie ein internationales Line-up aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis auf der ersten Konferenz "Future of Work in Smart Industries". In klassischen Vorträgen und interaktiven Formaten beleuchten namhafte Experten bereits heute die Themen von morgen. Deep Dive Panels, Best Case Präsentationen und Questions & Answers Sessions stellen zudem aktuellen Praxisbezug her. 

Weiter Infos folgen in Kürze. Die Liste unserer Speaker wird fortlaufend ergänzt.

Richard David Precht, Philosoph und Publizist

Keynote Speaker

"Die Digitale Revolution: Wir dekorieren auf der Titanic die Liegestühle um"

Dass unsere Welt sich gegenwärtig rasant verändert, weiß inzwischen jeder. Doch wie reagieren wir darauf? Die einen feiern die digitale Zukunft mit erschreckender Naivität und erwarten die Veränderungen wie das Wetter. Die Politik scheint den großen Umbruch nicht ernst zu nehmen. Sie dekoriert noch einmal auf der Titanic die Liegestühle um. Andere warnen vor der Diktatur der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley. Und wieder andere möchten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und zurück in die Vergangenheit. 

Richard David Precht skizziert dagegen das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter. Ist das Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kannten, überhaupt ein Verlust? Für Precht enthält es die Chance, in Zukunft erfüllter und selbstbestimmter zu leben. Doch dafür müssen wir jetzt die Weichen stellen und unser Gesellschaftssystem konsequent verändern. Denn die Zukunft kommt nicht - sie wird von uns gemacht! Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben?

- Vita -

Geboren 1964 in Solingen, studierte Precht Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in Köln, wo er 1994 im Fach Germanistik zum Dr. phil. promovierte. Von 1991 bis 1995 arbeitete er als Wissenschaftlicher Assistent an der Uni Köln. 1997 war er Fellow bei der „Chicago Tribune“ und 2000/2001 Stipendiat am Europäischen Journalistenkolleg in Berlin. Später arbeitete er als Kolumnist der Zeitschrift „Literaturen“ und als Moderator der WDR-Radiosendung „Tageszeichen“. Zudem erörterte er philosophische Fragen für das Kulturmagazin „west.art“ und war Gastmoderator der „Sternstunde Philosophie“ im Schweizer Fernsehen. Erstes Aufsehen als Autor erregte Precht mit seinem autobiografischen Band „Lenin kam nur bis Lüdenscheid“ (2005). Seinen Durchbruch als Bestseller-Autor erlebte er 2007 mit „Wer bin ich und wenn ja, wie viele“. Es folgten weitere erfolgreiche Bücher, wie „Liebe, ein unordentliches Gefühl“ (2009) oder „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ (2010). Er war zehn Jahre Mitglied der Jury des Adolf-Grimme-Preises und 2012 Mitglied der Jury des Henri-Nannen Prei­ses.

Seit 2012 ist Precht Gastgeber der ZDF-Sendung „Precht“, für die er 2013 den Deutschen Fernsehpreis verliehen bekam. Zuletzt publizierte er die Bücher „Tiere denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“ (2016), den Bestseller „Jäger, Hirten, Kritiker. Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ (2018) sowie eine umfassende dreibändige „Geschichte der Philosophie“ (ab 2015). Precht ist seit 2011 Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg, sowie seit 2012 Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.

Moderation

Dr. Marc Beise

Moderation

Chefredaktion Wirtschaftsressort, Süddeutsche Zeitung

Geboren 1959 in Mainz, leitet er seit 2007 die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung. Gelernt hat er den Journalismus bei der Offenbach-Post, wo er seit 1985 als Ressortleiter Politik, Wirtschaft und Nachrichten tätig war. Später hat er für das Handelsblatt geschrieben, zuletzt als Ressortleiter Wirtschaftspolitik. Er hat Jura und VWL studiert, in Frankfurt, Lausanne und Tübingen, und über die Welthandelsorganisation promoviert.

Beise ist Autor zahlreicher Bücher, unter anderem: „Deutschland – falsch regiert?“ (2006), „Ausplünderung der Mittelschicht“ (2009) und „Deutschland digital: Unsere Antwort auf das Silicon Valley“ (2016), sowie der Streitschriften „Lang lebe der Euro!“ (2012) und „Wir brauchen die Flüchtlinge!“ (2015).

Er nimmt regelmäßig an Fernseh- und Hörfunkrunden, Vorträgen, Moderationen von Foren und Wirtschaftsveranstaltungen teil.